web.logo.new

The Equator Memorial Project ist eine Gruppe von internationalen Künstlern, die Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände erschaffen, indem sie historische Materialien aus den Ruinen von Welterbestätten recyceln. Die Mission ist es, eine Reihe von Ausstellungen in Galerien oder Museen weltweit zur Unterstützung einer nachhaltigen Umwelt, von Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden abzuhalten. Bei jeder Ausstellung werden etwa 80-100 Kunstwerke von 15-20 internationalen Künstlern präsentiert. Ein Teil der Einnahmen von jedem verkauften Werk wird in einen Wohltätigkeitsfonds für humanitäre und soziale Projekte verwaltet.

 

Die Idee für „The Equator Memorial Project“ hat ihren Ursprung in der Gestaltung und Fertigung eines Bettes seitens Johann Sigmarsson im Jahr 2011. Freunde und Bekannte zeigten sofort Interesse und bald bekam er den Auftrag, ein weiteres Bett als Hochzeitstags -Geschenk anzufertigen. Sigmarsson ging dazu über, Regale, einen Sessel mit Ledersitzen und einen Schreibtisch mit Lederbesatz anzufertigen. Sein Möbelbau sprach sich schnell herum und schließlich bildete sich eine kleine Gruppe um dieses Projekt.

r1

Im Mai 2012 sah Sigmarsson einen Bericht in den Abendnachrichten über die „Vereinigung der isländischen Häfen“ und ihre Absicht, den Hafen von Reykjavik zu sanieren. Offenbar sollten große Teile der Anlegestelle entfernt und entsorgt werden. Ihm wurde klar, dass das Holz recycelt und zum Möbelbau verwendet werden könnte. Dies war der Beginn einer brandneuen Idee.

Im Herbst wird der von Sigmarsson angeführten Gruppe die Erlaubnis erteilt, das bei der Sanierung des Hafens von Reykjavík anfallende Holz zu verwenden. Er begann das Holz in Vorbereitung für das Projekt zu trocknen und zu glätten. Bald entdeckte er, dass viel von dem Material perfekt für seine Pläne war, insbesondere für handgebaute Möbel. Abgesehen von seiner Umweltfreundlichkeit war das Recycling auch eine Art Auferstehung. 1903 wurde dieses besondere Material verwendet das Dock für die Heringsflotte, welches später ein Teil des Hafens von Reykjavik während seiner Konstruktion 1913 bis 1917 wurde, zu bauen. Eine genauere Untersuchung ergab, dass ein Teil des Holzes von einem deutschen Schoner stammte, der 1890 vor der südlichen isländischen Küste sank. Das Schiff wurde damals nach Reykjavik gebracht und zerlegt. Die verwendeten Bäume waren faszinierenderweise bereits mehr als 200 Jahre alt, als sie für den Schiffbau verwendet wurden.

Das Holz besteht aus Kiefern, welche 100 bis 1000 Jahre alt werden können. Das älteste erhaltene Kiefernholz ist nahezu 5000 Jahre alt. Die alten Römer verwendeten häufig Kiefer- und andere Nadelhölzer, um viele ihrer Häuser zu bauen.
Das vom Hafen recycelte Holz gibt den Möbeln ein charakteristisches Aussehen und erhält zugleich einen Teil von Reykjaviks Historie.

Durch das Interesse, welches die Möbel aus dem alten Holz aus dem Hafen von Reykjavík weckten, wurde Sigmarsson inspiriert, das Projekt weiter zu entwickeln. Die Nutzung seiner Verbindungen ins Ausland, insbesondere nach Deutschland, ermöglichte ihm, altes Holzt aus dem Hamburger Hafen zusammen mit Stücken der Berliner Mauer zu erwerben. Er plant nun, Möbel und Kunstwerke aus diesen Ruinen in Zusammenarbeit mit deutschen Künstlern zu erschaffen.

 

Der Hamburger Hafen

 

adkoma.small

hamburg.myndir.small

Auf der Suche nach altem Holz, welches im Hamburger Hafen verwendet wurde, erlaubte man uns, drei verschiedene Sorten zu beanspruchen. Der Hamburger Hafen feiert 2014 seinen 825. Jahrestag.

 

Die Berliner Mauer

wall4.small

 

3.wall.small

Der Fall der Berliner Mauer begeht 2014 seinen 25. Jahrestag. Unser Projekt bietet eine großartige Geschichte und Projektionsfläche für den ehemaligen Gegensatz zwischen Ost und West. Heute können Teile der Mauer wiederverwertet und künstlerisch noch weiter aufgewertet werden.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir haben in Zusammenarbeit mit der Botschaft von Japan in Island und Herrn Tatsukuni UCHIDA Counsellor die Erlaubnis erhalten, Andenken aus Hiroshima, der ersten Stadt in der Geschichte, die Ziel einer Atombombe (6. August 1945) wurde, zu verwenden. Unsere Gruppe wird Kunstwerke mit Hilfe von japanischen Künstlern durch Upcycling von historischen Ruinen erschaffen. 

Derzeit gibt es Pläne, um weitere Memento- Materialien aus dem Hafen von New York & New Jersey zu erhalten, Tschechien Dorf Liditzsowie von das Kolosseum,  aus dem Gulag und vom Ort des Bombenattentats durch Anders Behring Breivik in Oslo 2011. Zudem werden wir weitere historische Materialien auf der ganzen Welt für unsere Zwecke recyceln.

 

 

Diese Projekte werden jetzt gemeinsam als „The Equator Memorial Project“ zusammengeführt.

Dabei ist die Absicht eine internationale Gruppe von Künstlern zu etablieren, welche zwischen den Ländern hin- und her reist, um diese Werke in Zusammenarbeit mit den dort ansässigen Künstlern und Unternehmen zu erschaffen. Beim Abschluss eines Projektes werden die Werke schließlich an speziell geeigneten Erbstätten oder Kunstgalerien oder Museen ausgestellt und durch „Christie`s“ versteigert. Es ist geplant, ein Buch mit einer Auswahl von Fotografien der Kunstwerke am Ende des Projekts zu veröffentlichen.

In einer Reihe verschiedener Ausstellungen in Galerien und Museen werden weltweit dann jeweils 80 bis 100 Kunstwerke von 15 bis 20 internationalen Künstlern präsentiert, signiert und versteigert. Ein Teil der Einnahmen von jedem verkauftem Werk wird in einem Fonds verwaltet, um aus diesem verschiedene humanitäre und soziale Projekte zu finanzieren. Jedem Objekt wird ein kurzer Informationstext zu seiner historischen Materialität beigefügt.

Das Ziel ist es, aus einer Reihe von historischen Stätten oder Strukturen weltweit auszuwählen und dann die entsprechenden Autoritäten zu überzeugen, uns die jeweiligen Materialien zur Erschaffung von Gebrauchs- gegenständen oder Kunstobjekten zu überlassen. Unser Projekt verbindet durch seine historische und kulturelle Wertschätzung vier Kontinente miteinander. Das Projekt wird international von der UNESCO unterstützt, welche Welterbestätten listet und ihren Erhalt überwacht.

harpa

Die „Harpa Konference & Konzerthalle“ in Reykjavík beabsichtigt, eine Sammlung von Kunstwerken des „The Equator Memorial Project“ am 8. Dezember 2016 in allen Ausstellungs- und Empfangsbereichen zum 60. Jahrestag der offiziellen diplomatischen Beziehungen zwischen Island und Japan auszustellen. Die Ausstellung wird teilweise in Zusammenarbeit mit der Japanischen Botschaft von Japan in Island errichtet werden.

un

Der Hauptsitz der UNESCO in Paris arbeitet mit „The Equator Memorial Project“ und wünscht eine Auswahl unser Objekte in naher Zukunft zu zeigen.

Universal – Respect for Justice.

 

  • backgr.21
  • red.line